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Impulse


Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht. (Hebräer 3,15)

Letztens war ich gerade dabei, das Geschirr vom Mittagessen zu spülen. Entfernt meinte ich die Stimme unserer Tochter zu hören. Ganz sicher war ich mir aber nicht. „Hat sie mich gerufen?“ ging es mir durch den Kopf. Nach kurzem Überlegen habe ich weitergespült. Es waren ja noch andere im Haus und wenn es etwas Wichtiges war, würde sie bestimmt noch mal rufen – oder sogar kommen. Und so war es dann auch: das Rufen nach „Papa“ wurde lauter und deutlicher.
Es war keine brisante Situation – nichts Schlimmes passiert. Aber trotzdem habe ich nachher gedacht: du hättest gleich gehen sollen und zumindest nachfragen, was ist.
Wie oft geht es uns so auch in unserer Beziehung zu Gott. Ein leiser „Ruf“ von ihm: eine Liedzeile, ein Bibelvers, der Gedanke etwas Bestimmtes zu tun, das schlechte Gewissen, ... . Und wir machen einfach weiter. Vielleicht, weil wir beschäftigt sind. Oder weil es lästig ist, sich damit jetzt auseinander zu setzen. Oder weil wir nicht damit rechnen, dass das jetzt von Gott kommt. Oder weil es peinlich und unangenehm ist.
Im obigen Bibelvers mahnt uns der Autor des Hebräerbriefs: Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört, dann verschließt euch seinem Reden nicht. Die Situation war nochmal etwas anders (können Sie ja mal in dem 3. Kapitel des Hebräerbriefs nachlesen). Aber grundsätzlich geht es sehr oft darum, dass wir auf den unsichtbaren Gott hören, ihn wahrnehmen, uns auf ihn einlassen. Er meint es gut mit uns! Wenn er uns anspricht und Impulse für unser Leben gibt, lohnt es sich immer und auf jeden Fall „hinzuhören“.


Ich wünsche Ihnen ein offenes Ohr und die Bereitschaft, auf Gott zu hören.

Herzliche Grüße,
Markus Kersten, Gemeinschaftspastor der Liebenzeller Gemeinschaft.